Dienstag, Dezember 12, 2017
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Frettchenfreunde Osnabrück 1999 e.V.

Auffangstation / Vermittlung / Urlaubsbetreuung / gemeinsame Treffen

 

KONTAKT:  Handy: 0152  - 56 79 84 49  /  Festnetz: 05472 - 81 53 48 / e-mail: info@frettchenfreunde-osnabrueck.de / Facebookseite

Die Haltung

Ein Frettchen braucht Platz, der auch auf verschiedenen Ebenen gegeben werden kann. Zu beachten ist dabei, dass das Tier die Möglichkeit hat sich aufzurichten. Es gibt im Fachgeschäft spezielle Frettchenkäfige, welche stellenweise jedoch recht klein sind. Man kann jedoch mit etwas handwerklichem Geschick leicht einen Käfig zum Beispiel aus einem alten Schrank selber bauen. Geeignet für die Gittertüren ist hier Punktverschweißter Gehegedraht mit einer Maschenweite von circa 16 bis 18mm und einer Stärke von etwa 1 bis 3mm. Aber auch große Vogelvolieren eignen sich, mit einigen Holzböden versehen, als Behausung. Wenn man ein Zimmer über hat, kann dieses auch als Frettchenzimmer umfunktioniert werden. Schön ist es auch für die Tiere, wenn man die Böden z.B. mit Drainagerohren verbindet. Diese brauchen einen Durchmesser von mindestens 10cm um ein eventuelles stecken bleiben zu vermeiden.

Egal für welche Art der Haltung man sich entscheidet, Zug und Feuchtigkeit muss in jedem Fall vermieden werden!

Wichtig ist, das kein Einstreu verwendet wird, da Frettchen unter Umständen ihr Futter darin wälzen und es beim Verzehr zu Magen- und Darmverschluss kommen kann. Die Käfigböden sollten entweder gefliest, mit Resopalplatten oder mit PVC belegt sein ,was zur Hygiene und der besseren Reinigung beiträgt.

Das künftige Schlafhaus sollte möglichst geräumig sein und mindestens die Maße 35x30x35cm haben und mit Baumwolltüchern gepolstert sein, da Frettchen sich daraus dann ihr Nest fertigen. Die Größe des Schlupfloches muss ca. eine Durchmesser con 10 bis 12 cm haben. Es wird empfohlen, das Schlafhaus zum öffnen zu fertigen, damit man es leichter säubern und nach verschleppten Essensresten gucken kann. Wichtig ist, das die Tücher keine Schlaufen haben da sich die Tiere darin mit ihren Krallen verfangen können. Als weitere Schlafmöglichkeit werden Hängematten sehr gerne von Frettchen angenommen. Diese Hängematten sind heute in vielen Fachgeschäften oder über das Internet zu beziehen. Man kann sie aber auch aus alten Kopfkissenbezügen selber machen, auch  Geschirrtücher eignen sich sehr gut. An allen 4 Ecken umgenäht, Schnüre durchziehen und die Hängematte in den Käfig gehängt.

Als Futternapf  eignen sich glasierte Schalen, denn zu leichte oder nicht befestigte Gefäße werden leicht umgestoßen. Als Tränke werden so genannte Nippelflaschen für Nager gerne angenommen. Der Vorteil an diesen Tränken ist, dass das Wasser länger sauber und frisch bleibt.

In den Käfig gehören eine Katzentoilette mit Katzenklumpstreu, welche täglich zu säubern ist. Dafür eignet sich eine handelsübliche Streuschaufel. Auf dem Käfigboden selber darf kein Streu verwendet werden, da die Tiere ihr Futter darin wälzen und es auch hier beim Verzehr zu Magen- und Darmverschluss kommen kann. Hilfreich ist es, die Toilette zu befestigen, damit die Tiere diese nicht hin und her schieben und unter umständen dorthin machen, wo sie hätte stehen sollen. Selbstklebendes Klettband hat sich hier sehr gut bewährt.

Auch Spielzeug darf in einem Frettchenheim nicht fehlen, denn die Tiere sind sehr verspielt und müssen dazu auch die Möglichkeit haben wenn sie gerade keinen Auslauf genießen. Sie sind für alles offen was der Zoohandel an Katzen- und Frettchenartikeln bietet. Aber auch alle sich im Haushalt befindlichen Dinge, wie z.B. Eimer, Tennisbälle oder Pappröhren etc. bringen eine Menge Spielvergnügen.

Bei Außenhaltung ist es besonders wichtig, dass das Gehege Wind- und Regengeschützt und nicht der direkten Sonneneinstrahlung (Hitzschlag bei mehr als 30°C) ausgesetzt ist. Das Schlafhäuschen muss dann mit z.B. Styropor gedämmt und einem Windfang versehen werden, damit das Tier im Winter oder bei Kälte nicht friert. Die Trinkflaschen sollten aus dem Grund des Gefrierens beheizbar sein. Alle im Außenbereich stehenden Holzteile müssen mit Umweltfreundlichem Lack behandelt werden.

Das schöne am Frettchen ist auch, dass man mit ihnen spazieren gehen kann. Man verwendet hierfür Frettchenbrustgeschirre, die im Fachhandel erhältlich sind. Auch in vielen Frettchenvereinen werden speziell für diese Tiere angefertigte Leinen produziert, die auch dort erworben werden können. An den Spaziergang kann man die Tiere mit etwas Geduld schnell gewöhnen und es wird seine Freude daran haben.

Beim Freilauf in der Wohnung ist zu beachten, dass das Frettchen nie unbeaufsichtigt bleiben sollte, da Gefahren, die diesen sehr neugierigen Tieren drohen, für sie unter Umständen tödlich enden können. Besondere Gefahrenquellen sind z.B. plötzlich zuschlagende Türen (Einquetschgefahr), offener Kühlschrank, Wäschetrockner oder Waschmaschine (eingeschlossen werden). Da alles beschnüffelt werden muss, sollte man darauf achten, dass keine heißen Gegenstände wie Bügeleisen, brennende Kerzen, Zigaretten und Getränke herumliegen oder stehen. Auch Spül-, Reinigungs- und Arzneimittel (also Stoffe die zu Vergiftungen führen können) sollten "Frettchensicher" aufbewahrt werden.

Für den Transport empfiehlt sich eine Transportbox für Katzen aus Kunststoff (z.B. für den Besuch beim Tierarzt).

Hier einige Fotos vom Bau eines Außengeheges als kleine Anregung:

aussengehege1 aussengehege2
 aussengehege3 aussengehege4
 aussengehege5